
Kräuterwanderung in St. Martin mit Franziska Herceg
An einem windigen aber sonnigen Sonntag trafen wir uns in St. Martin im Sulmtal bei Franziska Herceg, zur Kräuterwanderung. Es sind viele Gäste gekommen. Wir wurden mit einem „Sonnentrunk“ begrüßt, der aus vielen verschiedenen Kräutern und Blüten zusammengestellt wurde.
Nach der Begrüßung starteten wir unsere Wanderung. Gleich vor dem Haus fanden wir die erste Heilpflanze, die Gundelrebe. Sie wird auch oft auch als lästiges Unkraut empfunden. Diese Pflanze enthält viel Vitamin C und Kalium. Sie wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd und wird auch als Schleimlöser eingesetzt. Man kann sie als frischen Tee überbrühen oder auch zu verschiedenen Speisen dazu mischen.
Der Weg führte weiter in den Wald, wo wir gleich einen Lindenbaum sahen. Meist verwendet man die Blüten von diesem Baum. Aber auch die jungen Blätter schmecken sehr lieblich, zum Beispiel auf einem Butterbrot.
Gleich daneben fanden wir den Giersch. Er ist bekannt, als hartnäckiges Unkraut. Dabei hat er sehr viele Heilkräfte. Er wirkt abführend, beruhigend, entwässernd, harnsäurelösend, entzündungshemmend und ist vielseitig einsetzbar. Aber Vorsicht, dass man ihn nicht mit dem wilden Holunder verwechselt.
Über einen schönen Waldweg ging es weiter, wo wir das am meisten bekannteste Heilkraut fanden: die Brennnessel. Sie ist fast auf der ganzen Welt verbreitet. Ihre Heilwirkung ist blutreinigend, blutstillend, stoffwechselfördernd, hilft bei Durchfall und Verstopfung und vieles mehr.
Auf einer wunderschönen Lichtung wo ein großer Fischteich war, ging es durch das hohe Gras – eine wunderbare Naturlandschaft.
Franziska Herceg zeigte uns noch weitere Heilpflanzen, wie zum Beispiel den Spitzwegerich der antibakteriell und entzündungshemmend wirkt. Er wird bei vielen Beschwerden eingesetzt. Und den Sauerampfer, der viele B Vitamine enthält und bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt werden kann.
Auch den echten Baldrian konnten wir bewundern, der bekannt dafür ist, dass er beruhigend und schlaffördernd wirkt.
Das waren nur ein paar Eindrücke und Kräuter von der Wanderung.
Für Neueinsteiger auf diesem Gebiet hat Franziska Herceg noch einen Tipp: Man soll sich anfangs nur drei bis vier Pflanzen aussuchen die einem sympathisch sind und diese dann das ganze Jahr über studieren, beobachten und begleiten.
BA